Friday, October 24. 2008
Die Geschichte mit dem Kind, das von einer Fahrkartenkontrolleurin aus dem Zug geworfen worden ist, ist ja schon durch die Presse gegangen. Fefe berichtet jetzt in seinem Blog ueber weitere Einzelheiten: [...] stellt sich raus, dass die Bahn seit ein paar Monaten Geldprämien für erwischte Schwarzfahrer vergibt. Das würde natürlich erklären, wieso das Bahnpersonal das Kind rausgekantet hat, obwohl sie vorher noch einem Schwerbehinderten geholfen hat und der sie auf seinem Ticket kostenlos mitnehmen konnte und wollte.[..] Es bleibt zu hoffen, das eine Person mit so wenig Augenmass dem Arbeitsmarkt möglichst bald wieder zur Verfügung gestellt wird.
Das Kundenbindung nur sekundäres Ziel bei der Bahn ist, ist mir in letzter Zeit auch wieder häufiger aufgefallen. So hat mir eine Zugbegleiterin versucht zu erklaeren, das ein Aufzahlen einer Fahrkarte ohne IC-Zuschlag auf ein Ticket mit IC-Zuschlag im Zug nicht mehr moeglich ist. Das ist insbesondere dann dümmlich, wenn man am Abfahrtsbahnhof keine IC-Tickets mehr erhalten kann, weil man nach der Schliessung des Fahrkartenschalters auch dem Fahrkartenautomaten diese Funktion genommen hat. Begründung war: Die Software der Handheldterminals gibt das nicht her.
Man hat sich dann nach einem Streitgespraech darauf geeinigt, das Problem anders zu loesen. Es ist da vorteilhaft, wenn man noch vielzuviele alte Fahrkarten in der Geldboerse hat.
Friday, October 17. 2008
Man mag sich ja fragen, ob die Zugehörigkeit eines Menschen in eine bestimmte Alterskohorte dafür sorgt, das man einen besonders wirren Klamottengeschmack entwickelt.
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Wednesday, September 10. 2008
I´m on my way to Wilhelmshaven for a customer meeting. 10 minutes delay at the moment because of an "emergency doctor deployment on the track" at the small village Wüsting. Emergency doctor deployment is an euphemism for searching the pieces of a suicide from the train between the track sleepers. It wasn´t the train i´m using, but now all delayed trains try to use the two track between Bremen and Oldenburg at the same time ..
Update: The track is blocked again ... the fire department needs access to the tracks again ... i assume the didn´t found all pieces ...
Tuesday, June 3. 2008
10 Jahre ist es schon her: Am 3. Juni 1998 starben 101 Menschen in den Trümmern des ICE 884, oder wie es auf der Gedenktafel steht "Der Lebensweg dieser 101 Menschen endete in der Zugkatastrophe von Eschede.". Heute um 21:45 läuft im Dritten ein sehr guter Film ueber die Katastrophe. Dieser wurde am 30.5 schon im Ersten gezeigt, wer die Sendung da nicht verfolgt hat, kann sich also heute den Film noch mal angucken. Am erschütternsten ist die Szene, in der ein Angehöriger davon berichtet, das der Bestatter unter Tränen darum gebeten hat, das man nicht in den Sarg der Frau und Kinder guckt.
PS: Warum ich darueber hier schreibe? Ich finde das diese Katastrophe Technikern zeigt, das egal wieviel Aufwand sie in etwas stecken, es immer irgendwo noch etwas gibt, das in einer Kettenreaktion im Desaster enden kann. Deswegen sollte man sich damit beschäftigen.
Sunday, June 1. 2008
Wenn man nur lange genug mit der Bahn fährt, entwickelt man eine gewisse Abgebrühtheit, was Selbstmörder auf der Strecke angeht. Seit der "Rest in pieces"-Vorbeifahrt auf Höhe Krupunder sowieso vor einigen Wochen sowieso.
Anderen geht das ein wenig ab wie es scheint. Vielleicht hätte ich auf die Frage der jungen Frau "Wann es wohl weitergeht?" aber auch nicht lächelnd mit "Naja, hängt davon ab, wie weit sich die Person verteilt hat..." antworten sollen. Warum ich dann nicht mehr angelaechelt wurde verstehe ich jetzt irgendwie nicht ....
PS: Meine persönliche Statistik ist jetzt: Verzögerungen wegen 17 Selbstmördern, ein Unfall in Spandau und ein Reh in 7 Jahren.
Monday, May 19. 2008
... die ältere, distinguierte Dame im schwarzen Businesskostuem, die eine Sitzreihe vor mir ins Telephon sprach: "... dann ist die Terminplanung für den Arsch" ...
Monday, May 12. 2008
Was passiert, wenn ein Zug ausfaellt (okay, unbestimmt verspätet, das ist das gleiche wie ein Ausfall, war wohl trotz Feiertag wieder Suicide Monday) und sich dann die Passagiere, die eigentlich eine Fahrt im IC geplant haben, auch noch in einen ohnehin regelmaessig sehr vollen Regionalexpress quaelen muessen. Genau ... Vollkontaktbahnfahren. Wäre dieser Zug an einer Kontrolle für Viehtransporte vorbeigefahren, waere wahrscheinlich der Zug ausser Verkehr gezogen worden.
Oben stehen, unten stehen, auf den Treppen stehen, im Eingang stehen, im Ausgang stehen, vorm Klo stehen und dazwischen die gluecklichen die eine Stufe, eine Lehne oder gar einen Sitz ergattert habe. Dann dazwischen die Leute, die gezwungenermassen ihr Gepack auf einen Sitz stellen muessen, weil die Bahn in ihrer unendlichen Weissheit Zuege bestellt hat, die ueber keine nennenswerten Kofferablagen verfuegt. Die heutige Fahrt war echt zum Abgewoehnen. Ich weiss schon, warum ich versuche zu den Zeiten nach Oldenburg zu fahren, bei denen beide Streckensegmente mit IC befahren werden. Wenn sie denn fahren ...
Tuesday, April 15. 2008
Ich werde den Tag nicht mehr erleben, an dem der gemeine S-Bahnfahrer endlich lernt, das man sich nicht genau vor die Tür der S-Bahn stellt um auszusteigen, während die im Zug befindlichen Personen noch dabei sind, aus dem Einstiegsbereich zu quellen ...
Sunday, April 6. 2008
Ich finde ja auch, das persoenliche Durchsagen mehr Charme haben als jene vom Band und ich weiss, das auch mein Englisch nicht sehr berauschend ist ... aber "Thö wiekent tikket is no volid in trein" geht auch mir dann zu weit ..
Friday, April 4. 2008
Also irgendwie scheinen Gleise momentan eine ziemliche Anziehung auszuueben. Vorgestern S-Bahnzuege zwischen Hammerbrook und Hamburg gestoppt wegen Polizeieinsatz im Gleis. Heute morgen RTW-Einsatz im Zug wegen wasweissich ... auf jeden Fall blieb der Zug erstmal im Bahnhof Hasselbrook stehen. Letzten Samstag stuerzt jemand auf die Gleise im Bremer Hauptbahnhof. Er hat Glueck, das auf dem Gleis zu diesem Zeitpunkt kein Zug faehrt ... ein Güterzug kommt spaeter rechtzeitig zum Stehen waehrend die Person aus dem Gleisbett gezogen wird. Die Person duerfte ihr Leben der Geistesgegenwart des auf dem Gleis anwesenden Personals verdanken ...
Der Tote auf auf den Gleisen bei Halstenbek/Krupunder letzte Woche hat sich laut Hamburger Abendblatt ueberigens als ein 19 jähriger Mann herausgestellt.
Friday, March 7. 2008
Ich habe mich in den vergangenen Jahren schon gefragt, für wen unterschichtoides Fernsehen gemacht wird. So wie "Jetzt wird alles gestanden" oder Babara Salesch oder wie die Formate so alle heissen, die bei mir nur einen Fremdschämanfall nach dem anderen ausloesen. Ich sitze gerade in einem Zug Richtung Bremen. Etwa drei Sitzreihen vor mir in Blickrichtung sitzt wohl die Zielgruppe. Etwa 20 Jahre alt, Muskelshirt, bauchfrei, LLAI-Schirmmütze. Wohlgemerkt der maennliche Part des Paares. Der weibliche Part sieht noch recht normal aus, wohl etwas juenger, laesst sich von ihrem Begleiter uebel zusammenstauchen, ohne das eine angemessene Reaktion kommen würde. Einige Kommentare sind dergestalt, das eine Frau mit Selbstachtung wohl zur Kastration schreiten wuerde.
Gerade entdeckt Herr Proll die Existenz von Funklöchern. Uebrigens mit einem Telephon im Zug ueber die Freisprechfunktion telephonierend. Was soll das? Ist das jetzt hip?
Zu diesem infernalischen Duo kommt noch eine weitere Frau dazu. Gelinde gesagt, eine wohlgenährte Person. Ueber den Mittelgang hinweg werden die Erlebnisse der letzten Tage rekapituliert. Vieles davon aus der Kategorie "Too much information", nichts mit der Bedeutung, das die Lautstärke rechtfertigen würde, mit der apokalyptische Trio hier die Hälfte des Zuges je nach persönlicher Toleranzschwelle nervt oder unterhält.
Wenn man sich diese Ansammlung von Menschen ansieht, versteht man ploetzlich, warum sich oben genannte Formate so lange halten koennen. Es ist einfach Bedarf fuer Formate, die sich davor hüten, irgendwelche Informationen in die Haushalte diese Menschen zu transportieren. Denn den Effekt auf diese drei Mitreisenden, die ich nur bis Bremen ertragen musste, waere wahrscheinlich fatal.
Friday, February 15. 2008
An manche Dinge im Rahmen der Emanzipation muss man sich ja wirklich erst gewöhnen : Als ich bei der Bundeswehr war (93-95), haben in den Zügen der Bahn Freitags nur Männer (naja, etwas das vielleicht mal in ein paar Jahren mal sowas ähnliches wie ein Mann werden würde) gesessen , die sich über die Vorkommnisse in der Truppe unterhalten haben. Vieles davon eigentlich sehr belangloser Kram. Mit bloeden Sprüchen galore. Seit heute weiss ich: Frauen in Uniform (auch wenn sie in Zivil mit der Bahn fahren) können das genauso gut mit genau der gleichen Inbrunst und sogar bloeden Sprueche sind gleich geblieben ...
Tuesday, February 5. 2008
Obwohl ich einen fahrbaren Untersatz mein Eigen nenne, fahre ich gerne mit S-Bahn. Ich habe einfach keine Lust mich durch den Verkehr zu quaelen fuer eine Strecke, auf der der Motor nur maessig warm wird. Ausserdem würde man eine Menge verpassen. Wo findet man sonst Menschen mit so gegensätzlichen Lebensentwürfen auf einem Haufen sich gegenseitig durch die pure Anwesenheit nerven?
Manchmal ... wirklich selten hört man aber auch Sätze, bei denen man sofort überlegt, ob das nun wirklich gesagt worden ist. Gestern sogar über die Lautsprecher des Bahnsteigs an der Haltestelle Hammerbrook. Man muss dazu wissen, das die Bahn für den Valentinstag in das Datinggeschäft eingestiegen ist: Es gibt naemlich nun den Flirtexpress. In Hamburg heisst das , das ein Zug voller einsamer Herzen in den Zug steigt und vom Berliner Tor nach Aumühle und wieder Zurueck fährt (vulgo: der stadtöstliche Teil der S21) und einen ganzen Haufen genauso einsamer, aber nun zusätzlich enttäuschter und genervter Herzen wieder ausspuckt. Und nebenbei angemerkt: Diese Strecke ist so ziemlich die langweiligste Strecke, die Hamburg zu bieten hat.
Ich habe ja schon häufiger gehört, das Hamburg vergreist und versinglet, aber das es so schlimm geworden ist, das jetzt auch die Bahn um die Arterhaltung bemüht, wusste ich noch nicht. Anderseits .... ohne eine solche Aktion müsste man auf Durchsagen wie "Vorsichtig bei der Einfahrt, sie könnten sich verlieben" nebst ungläubigen Gesichter der am Bahnsteig stehenden Menschen ob des gerade Gehörten verzichten.
PS: Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sich die Bahn Dating vorstellt. Die Bahn glaubt ja auch, das ein Minitetrapack Orangensaft eine Entschuldigung darstellt, das man gerade 45 Minuten zu spät an seinem Ziel angekommen ist ...
Update : Die alte Überschrift "Der Bahn fördert die Arterhaltung" ist in der Entstehung leicht erklaert. Ich dachte das wäre der HVV, der dafür verantwortlich ist. Ist aber die Bahn. Man sollte dann nur noch den Artikel ändern ...
Sunday, November 18. 2007
Wenn ich eins hasse, dann sind das Bahnbeamte, die unbedingt meinen ein Exempel statuieren zu müssem: Ich sitze hier im Zug Richtung Bremen. Irgendein Idiot hat eben die Notbremse gezogen (Mutter in den Zug gebracht, und nicht rechtzeitig ausgestiegen). Anstatt einfach die Personalien aufzunehmen und die betreffende Person aus dem Zug zu treten, muss dann unbedingt die Bundespolizei gerufen werden. Na toll. So wird aus puenktlich 20 Minuten verspätzung. Was für mich wiederum heisst: Den Zug in Breme Richtung Norddeich bekomme ich nicht ..
Sunday, July 1. 2007
Diesen Trick vom Nuf muss ich mir merken: Deswegen buche ich für mich gleich immer ein ganzes Abteil. Immerhin kann man ein Abteil für nur neun Euro für sich alleine haben. Man bestellt seine Tickets einfach im Internet und gibt fünf Kinder unter fünf Jahren an und dass man auf keinen Fall in einem Großraumabteil sitzen möchte.
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Comments
Thu, 08.01.2009 14:17
don't forget 26,000 for HP
Thu, 08.01.2009 11:54
"SH*T!" So sorry for you...
Thu, 08.01.2009 09:54
I guess it's speculation befor e Jon blogs some prelim result s ahead of FY09Q2's earnings r elease. Nice to see the [...]
Wed, 07.01.2009 17:20
Hi Joerg, No way I would le t you a "Happy new year" comme nt on this entry. Anyway, I ca n feel for your loses. A [...]
Wed, 07.01.2009 17:10
Hell, these f* don't show a ny respect for a hard working mans property. The lost money is one thing. But often [...]